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Andreas Pohl im Gespräch

Mit voller Kraft in die Zukunft

Andreas Pohl, Vorsitzender des Vorstands, zu strategischen Entscheidungen und Zukunftsfragen.

2025 war ein Jahr voller Veränderungen und Unsicherheiten – wirtschaftlich, geopolitisch, technologisch. Wie stabil ist die Finanz- und Versicherungsbranche in einer so bewegten Welt?

Ich glaube, die wichtigste Botschaft ist zunächst: Ja, die Welt ist unruhiger geworden, aber es gibt feste Anker. Unsere Aufgabe als größter eigenständiger Finanzvertrieb ist es, einer dieser Anker zu sein. Wir arbeiten mit den existenziellsten Themen des Lebens: Altersvorsorge, Sicherheit, Vermögensaufbau. Da kann man keine Experimente machen – hier zählen Stabilität und Vertrauen.

Das bedeutet aber nicht Stillstand. Wir haben frühzeitig verstanden, dass wir Wandel aktiv gestalten möchten. Deshalb haben wir in den vergangenen Jahren die Deutsche Vermögensberatung konsequent auf Resilienz und Anpassungsfähigkeit ausgerichtet. Das betrifft unsere Beratung, unsere Technologie sowie unsere einzigartige Kultur.

Worauf es am Ende ankommt: Wir sind für Menschen da – auch wenn die Zeiten unübersichtlich sind. Diesem Vertrauen gerecht zu werden, jeden Tag aufs Neue, ist für mich die zentrale Aufgabe.

Die Deutsche Vermögensberatung feierte 2025 ihr 50-jähriges Bestehen. Welche Bedeutung hat dieses Jubiläum?

Ein halbes Jahrhundert Unternehmensgeschichte erfüllt mich mit Stolz und Dankbarkeit. Wir haben in diesen fünf Jahrzehnten Millionen von Menschen über viele Lebensphasen begleitet und ihnen finanzielle Sicherheit gegeben. Das ist ein großer Erfolg und gleichzeitig eine Verpflichtung.

Denn das Jubiläum ist für mich zwar Anlass zum Rückblick, aber auch – und das sogar stärker – ein Aufbruch. Die Frage ist nicht: Was haben wir erreicht? Sondern: Was können wir aus 50 Jahren lernen, um auch die nächsten 50 Jahre erfolgreich zu gestalten? Drei Dinge sind für mich dabei entscheidend. Erstens unsere Werte – Verlässlichkeit, Vertrauen, Kompetenz. Zweitens, den Mut zu haben, uns immer wieder neu zu erfinden. Und drittens, Verantwortung zu übernehmen – für unsere Kundinnen und Kunden, Partnerinnen und Partner, Vermögensberaterinnen und Vermögensberater und die Gesellschaft.

Dieses Jubiläum zeigt, dass nachhaltiger Erfolg nur dort entsteht, wo Tradition und Zukunft zusammengedacht werden.

Wir sind für Menschen da – auch wenn die Zeiten unübersichtlich sind. Diesem Vertrauen gerecht zu werden, jeden Tag aufs Neue, ist für mich die zentrale Aufgabe.
- Andreas Pohl -

Vertrauen ist Ihr zentrales Kapital. Wie kann man Vertrauen in unsicheren Zeiten sichern?

Vertrauen entsteht nicht über Nacht – und es ist auch nicht selbstverständlich. Gerade in der Finanz- und Versicherungsbranche, in der es um Vorsorge, Vermögensaufbau und finanzielle Sicherheit geht, muss Vertrauen täglich neu erarbeitet werden.

Wir tun das auf mehreren Ebenen. Erstens durch Kontinuität: Viele unserer Kunden begleiten wir über Jahrzehnte, oft über Generationen hinweg.

Für mich persönlich ist Vertrauen die wertvollste Währung. Deshalb ist sie das Fundament für unser Handeln.
- Andreas Pohl -

Zweitens durch Transparenz: Wir reden nicht nur über Chancen, sondern auch über Risiken. Nur so entsteht Glaubwürdigkeit. Und drittens durch Nähe: Trotz aller Digitalisierung bleibt der persönliche Kontakt für uns zentral. Gerade wenn Märkte unruhig sind, brauchen Menschen ein Gegenüber, das zuhört, erklärt und Perspektiven aufzeigt.

Für mich persönlich ist Vertrauen die wertvollste Währung. Wer sie einmal verliert, gewinnt sie nur schwer zurück. Deshalb ist sie das Fundament für unser Handeln.

Wo sehen Sie die größten Veränderungen in den kommenden Jahren?

Ich erwarte ein anspruchsvolles Marktumfeld – wirtschaftlich wie regulatorisch. Hierbei zeichnen sich für mich drei Megatrends ab, die unsere Branche prägen werden: Digitalisierung, Nachhaltigkeit und Demografie. Die Digitalisierung – allen voran durch künstliche Intelligenz (KI) – wird Prozesse weiter beschleunigen und Beratungsunterstützung individueller machen.

Nachhaltigkeit ist kein Schlagwort mehr, sondern ein entscheidender Wettbewerbsfaktor: Verbraucher und Partner erwarten zu Recht, dass die Deutsche Vermögensberatung Verantwortung übernimmt. Und der demografische Wandel wird die private Vorsorge in den Mittelpunkt rücken wie nie zuvor.

Das Zusammenspiel dieser Faktoren verändert die Rahmenbedingungen. Für uns heißt das: Wir müssen konsequent investieren, weiterbilden und innovativ sein und gleichzeitig die Menschlichkeit und Nähe bewahren, die uns auszeichnen. Nur wer diese Balance schafft, wird auch in zehn Jahren noch relevant sein.
  

Welche Rolle spielt künstliche Intelligenz für das Geschäftsmodell?

KI wird die Finanz- und Versicherungswelt so grundlegend verändern wie einst das Internet. Das reicht von der Analyse großer Datenmengen über automatisierte Risiko- und Marktbeobachtungen bis hin zu neuen Kommunikationsformen. Für uns steht jedoch fest: KI ist ein Werkzeug – kein Ersatz für den Menschen.

Unsere Vermögensberaterinnen und Vermögensberater sind für ihre Kundinnen und Kunden oft Lebensbegleiter über viele Jahre hinweg. Dieses Vertrauen lässt sich nicht durch einen Algorithmus ersetzen.

Wohl aber können KI-gestützte Tools helfen, Beratung präziser, schneller und individueller zu machen. Die eigentliche Stärke entsteht in der Verbindung von Technologie und Menschlichkeit: KI liefert die Datenbasis und der Mensch gibt die Orientierung. Diese Haltung unterscheidet uns und wird auch in Zukunft unser Geschäftsmodell prägen.

Die Vermögensberaterinnen und Vermögensberater gelten als Herzstück des Unternehmenserfolgs. Was macht ihre Rolle so besonders?

Unsere Vermögensberaterinnen und Vermögensberater sind das Fundament unseres Geschäftsmodells. Ihr Erfolgsbeitrag lässt sich nicht allein in Zahlen messen. Sie kennen ihre Kundinnen und Kunden und wissen, was diese bewegt. Diese Kontinuität schafft eine Tiefe im Verhältnis, wie sie in der Branche außergewöhnlich ist.

Das Besondere ist und bleibt der ganzheitliche Ansatz der Allfinanzberatung. Unsere Beraterinnen und Berater denken nicht in einzelnen Produkten, sondern in Lebenssituationen. Sie begleiten junge Menschen beim Berufseinstieg, junge Familien beim Vermögensaufbau und ältere Generationen bei der Absicherung ihres Lebenswerks. Dieses Denken über alle Phasen hinweg ist Teil unserer DNA, und nur so können wir Lösungen anbieten, die wirklich zum Leben der Menschen passen.

Wir verbinden ein starkes Unternehmen mit selbständigen Unternehmerpersönlichkeiten. Unsere Vermögensberaterinnen und Vermögensberater sind vor Ort verankert, kennen die Lebensrealitäten der Menschen und können zugleich auf die volle Stärke und Erfahrung des Unternehmens zurückgreifen. Diese Kombination aus unternehmerischer Eigenverantwortung und starker Gemeinschaft ist einzigartig.

Die junge Generation bringt neue Ideen, neue Energie und ein anderes Verständnis mit. Das bereichert uns als DVAG und macht uns zukunftsfähig.
- Andreas Pohl -

Für mich sind sie deshalb mehr als Berater – sie sind Botschafter unserer Werte, Wegbegleiter in finanziellen Fragen und ein zentraler Schlüssel für den nachhaltigen Erfolg der DVAG. Ihr gesellschaftlicher Beitrag wird auch in den kommenden Jahrzehnten entscheidend sein.

Wie schaffen Sie eine Unternehmenskultur, die Wandel zulässt und Halt gibt?

Das ist eine der größten Führungsaufgaben. Kultur lässt sich nicht verordnen – sie muss gelebt werden. Wir setzen hierbei auf die Prinzipien Klarheit, Dialog und Kontinuität.

Klarheit bedeutet, dass jeder im Unternehmen weiß, wofür wir stehen. Dialog heißt, dass wir zuhören, Feedback aufnehmen und Menschen beteiligen. Und Kontinuität heißt, dass Führungskräfte vorleben, was sie selbst erwarten. So entsteht ein Umfeld, in dem Wandel keine Angst macht, sondern Chancen eröffnet. Denn wer das Gefühl hat, Teil der Veränderung zu sein, trägt diese auch mit.

Wie stellen Sie sich die Deutsche Vermögensberatung im Jahr 2030 vor?

Ich sehe ein Unternehmen, das technologisch führend ist, aber niemals seine Nähe zu den Menschen verliert. Ein Unternehmen, das wirtschaftlich stark bleibt und gleichzeitig einen positiven Beitrag zur Gesellschaft leistet. Und ein Unternehmen, das für seine Kundinnen und Kunden noch relevanter ist als heute, weil die Herausforderungen in Sachen Vorsorge, Sicherheit und Vermögensaufbau wachsen werden.

Mein Ziel ist, dass wir 2030 zurückschauen und sagen können: Das 50-jährige Jubiläum war nicht nur ein Grund zum Feiern, sondern auch der Startpunkt für die nächsten 50 Jahre Erfolg.
  

Was treibt Sie persönlich an?

Mich treibt die Verantwortung an. Wir arbeiten mit Themen, die das Leben von Menschen unmittelbar betreffen – das ist eine enorme Verpflichtung. Wenn ich sehe, dass wir Familien Sicherheit geben, jungen Menschen Chancen eröffnen und Generationen begleiten, dann weiß ich, warum ich jeden Tag diese Aufgabe übernehme.

Dazu kommt mein persönlicher Wille zu gestalten. Für mich bedeutet eine leitende Position, einen echten Beitrag für Menschen zu leisten – für unsere Kundinnen und Kunden, unsere Vermögensberaterinnen und Vermögensberater, unsere Partner und die Gesellschaft. Genau das motiviert mich immer wieder aufs Neue.

Welche Rolle spielt die junge Generation für die Deutsche Vermögensberatung?

Eine zentrale. Auf der Kundenseite bringt sie neue Erwartungen mit: Die junge Generation will digitale Services und schnelle Lösungen, aber gleichzeitig persönliche Beratung in den entscheidenden Lebensmomenten. Diese Generation unterscheidet nicht mehr zwischen „online“ und „offline“ – sie will beides nahtlos verbinden.

Auch als Unternehmen stehen wir hier vor großen Aufgaben. Junge Talente erwarten Sinn, Flexibilität und Entwicklungsmöglichkeiten. Deshalb investieren wir in moderne Arbeitswelten, in kontinuierliche Weiterbildung und in echte Karriereperspektiven. Nur so bleiben wir ein attraktiver Partner.

Gleichzeitig eröffnet uns dieser Wandel neue Chancen: Die junge Generation bringt neue Ideen, neue Energie und ein anderes Verständnis mit. Das bereichert uns als DVAG und macht uns zukunftsfähig.